Die zunehmende Naturentfremdung, der steigende Ressourcenverbrauch und die anhaltende schleichende Naturzerstörung wirken vielerorts dem Bild der nachhaltigen Entwicklung entgegen, welches sich die deutsche Regierung bereits 1991 als Zukunftsleitbild gesteckt hat. Die von der UN ausgerufenen „Dekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung“ versucht seit 2005 das Prinzip der Nachhaltigkeit in einen größeren gesellschaftlichen Kontext und in die außerschulische und schulische Bildung einzubinden. Institutionen, Kommunen und Verbände sind aufgerufen sich an dieser Dekade zu beteiligen. Das Projekt Naturparkschule möchte hier mit einem modellhaften und kooperativen Ansatz eine erlebnisorientierte Nachhaltigkeitsbildung in Großschutzgebieten etablieren.
Die Testphase der Naturparkschule an der Grundschule in Partenstein hat gezeigt, dass die Ziele und Leitideen des Naturparks Spessart im normalen Schulunterricht nur unzureichend vermittelt werden. Der stetige Ressourcenverbrauch und die vom Jugendreport 2006 festgestellte zunehmende Entfremdung junger Menschen von der Natur weisen zudem auf einen dringenden Handlungsbedarf hin.
Offenkundig wurde auch, dass die Umweltbildungsakteure innerhalb des Naturparks Spessart wenig miteinander vernetzt sind und Schulen kaum Kontakte zu externen Kooperationspartner der Umweltbildung im Spessart besitzen. Durch das Projekt wird die Entwicklung von selbst bestimmter Vernetzung und regionaler Kooperation zwischen Schulen, Verbänden und Organisationen gefördert. Die entstehenden Synergieeffekte können die Umweltbildung im Spessart stärken und letztendlich dem nachhaltigen Schutz und der zukünftigen Entwicklung der Region zu Gute kommen.